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Stand: 10.06.2016

Pressemitteilung

Auch in Zukunft bleibt St. Ulrich ein offenes Haus

Regina Greiner wird neue LeiterinLeitungswechsel: Regina Greiner wird die Nachfolgerin des bisherigen Leiters Ernst Ohmer. Brigitte Deiters / Caritasverband Speyer

Im Caritas-Altenzentrum steht ein Leitungswechsel bevor: Der langjährige Leiter Ernst Ohmer tritt zum 1. Oktober in den wohlverdienten Ruhestand. An seiner Stelle wird Regina Greiner die Leitung übernehmen. Noch ist Regina Greiner Pflegedienstleiterin im Caritas-Altenzentrum St. Ulrich in Neustadt. Ihrer Entscheidung, sich um die Nachfolge zu bewerben, seien einige Überlegungen vorangegangen. Schließlich hat sie den Schritt getan und wurde auch für das Amt ausgewählt. Am 1. Oktober wird sie nun die Einrichtungsleitung übernehmen.

In ihrer Funktion als Pflegedienstleiterin fühlt sie sich wohl und sicher, berichtet Regina Greiner und fügt hinzu:  "Aber ich möchte gerne noch mehr Einfluss nehmen  und kreativ die Abläufe anschauen und vielleicht verändern." Daher habe sie die Aufgabe der Einrichtungsleitung gereizt: "Denn ich will unseren  Bewohnern in der Einrichtung einen schöne Lebensabend bieten und unseren Mitarbeitern ein gutes Umfeld."

Regina Greiner wollte immer schon in die Altenpflege. "Als ich volljährig war, habe ich das auf dem zweiten Bildungsweg gelernt", erzählt sie. Nach der Ausbildung begann ihr beruflicher Weg 1983 bei der ökumenischen Sozialstation in Landau und später in Wörth. Nach der Weiterbildung zur Pflegedienstleiterin war sie dort bis 2000 auch in dieser Position eingesetzt. Berufsbegleitend studierte Regina Greiner und wurde Diplom-Verwaltungsmanagerin im Gesundheitswesen. Von 2001 bis 2009 arbeitete sie im Caritas-Altenzentrum St. Josefspflege in Ludwigshafen. Dann wechselte sie nach Neustadt ins Caritas-Altenzentrum St. Ulrich.

"Vor mir liegt eine große Herausforderung, aber ich habe ein sehr kompetentes und qualifiziertes Team um mich herum", blickt die neue Leiterin optimistisch nach vorne. Von diesem Team, aber auch von den Bewohnern, habe sie viel Zustimmung für ihre Bewerbung und Ernennung erhalten, freut sie sich. "Das ist für mich ein großer Vertrauensvorschuss; zugleich sind die Bewohner auch froh, dass sie sich nicht auf Veränderungen einstellen müssen, sie kennen mich und wissen, dass sie hier gut aufgehoben sind."

Eine Sache, die Ernst Ohmer in den vergangenen Jahren aufgebaut und gepflegt hat, will Regina Greiner weiterführen: "St. Ulrich wird auf jeden Fall ein offenes Haus bleiben", betont sie. Die zahlreichen Kontakte in der Nachbarschaft sowie mit den Kirchengemeinden, Schulen und Vereinen sollen erhalten bleiben, "denn das kommt ja direkt unseren  Bewohnern zu Gute", ist sie überzeugt. Die Pflege sozialer Kontakte sei unerlässlich für Teilhabe am Leben.

Zugleich hat sich die Verwaltungsmanagerin aber auch vorgenommen, die strukturellen Abläufe und Arbeitsprozesse genau anzuschauen und vielleicht zum Vorteil der Bewohner und Mitarbeiter zu verändern. "Ziel ist eine optimale Betreuung und Pflege, und dass es dabei auch den Mitarbeitern gut geht", ist ihre Prämisse. Im Team habe sie das bereits angesprochen, sagt sie.

"Bei den rund 60 Mitarbeitern haben wir eine sehr geringe Fluktuation", freut sie sich. Das sei ein gutes Zeichen für das Haus, das aufgrund der geringen Größe - es gibt nur 75 Bewohnerplätze - sehr familiär ist. Drei Plätze stehen für Kurzzeitpflege zur Verfügung, es gibt zehn Plätze in der Tagespflege sowie zwölf Wohnungen für betreutes Wohnen. Und: "Wir sind und bleiben auch im Innern eine offene Einrichtung", betont Regina Greiner. Ob Bewohner oder Mitarbeiter, jeder kann jeden und zu jeder Zeit ansprechen, "das ist ein sehr menschlicher und kooperativer Umgang, den wir hier pflegen."

Drei der Auszubildenden, die in diesem Sommer fertig geworden sind, bleiben dem Haus erhalten. "Das ist auch ein Beweis dafür, dass wir eine sehr gute Praxisanleitung haben", ist Greiner zufrieden. Trotzdem bleibe das Thema Personal "eine große Herausforderung." Greiner wird wie ihr Vorgänger Ohmer nicht müde zu fordern, den Beruf attraktiver zu machen - unter anderem durch die Gleichstellung mit der Krankenpflege, auch in der Finanzierung und beim Image.

Eine Möglichkeit, junge Menschen für die Altenpflege zu begeistern, sieht sie im Projekt "care for future". In Kooperation mit Schulen kommen Schüler über einen längeren Zeitraum immer wieder in die Einrichtung, erleben den Alltag mit und kommen auch ins Gespräch mit Auszubildenden. "Ein Schüler hat einmal gesagt: Ich hätte nie gedacht, dass die Senioren  so viel Spaß haben", erinnert sich Regina Greiner. Und baut auf dieses Zitat die Werbung für den Beruf Altenpflege auf: "Es ist ein harter Beruf, er fordert physisch und psychisch viel von den Menschen. Aber man kann so viel Positives zurück bekommen, und wenn es nur ein Lachen ist."

Text und Foto: Brigitte Deiters für den Caritasverband für die Diözese Speyer

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